Italien prescht voran!
Mit Jahresanfang hat sich bei unseren südlichen Nachbarn etwas Grundsätzliches geändert. Das allzeit beliebte Plastiksackerl ist Geschichte, von nun an setzen die Italiener auf Biokunststoffe und Recyclingmaterialen.
Bedeutet dies auch bald für uns ein Verbot? Nach Informationen des ORF („
Ende für Plastiksackerl auch bei uns“ ) haben die Änderungen gerade für die Handelsketten, die auch in Italien tätig sind, erste Auswirkungen.
Biologisch abbaubare Kunststoffe sind keine Erfindung des 21. Jahrhunderts. Biokunststoffe, wie man sie gerne in der Fachbranche nennt, existieren bereits länger als herkömmliche Kunststoffe. Mit der Entdeckung von Erdöl und erdölbasierten Kunststoffen wurden Biokunststoffe weitestgehend vom Markt verdrängt. In Zeiten begrenzter Ressourcen und des Klimawandels sucht die Wissenschaft als auch Handelsketten nach Alternativen zum herkömmlichen Verpackungskunststoff.
NoviTech bietet als Salzburger Unternehmen bereits seit geraumer Zeit Umweltschonende PP-Folien sowie auch biologisch abbaubare Verpackungsmaterialien an.
Der neue, innovative Werkstoff „Organix“ besteht nahezu gänzlich aus dem nachwachsenden Rohstoff Mais. Die Folge: aufgrund des hohen Anteils nachwachsender Rohstoffe ist „Organix“, bezogen auf seine Lebenszeit, von der Herstellung bis zur Verwertung nahezu gänzlich CO2 neutral.
Nicht zuletzt weist „Organix“ Gebrauchseigenschaften wie herkömmlicher Kunststoff auf und eignet sich deswegen ideal als Lebensmittelverpackung. Speziell für Obst und Gemüse ist es wichtig, dass die Mitarbeiter an der Kasse jederzeit eine Kontrolle über die verpackten Waren haben.
Warum führende Handelsketten Biokunststoffe dennoch noch nicht verwenden, hat größtenteils finanzielle Gründe. Biokunststoffe werden allerdings mit einsetzender Massenproduktion und dem Anstieg des Erdölpreises künftig sogar günstiger sein, als herkömmliche Kunststoffe.
Wichtig ist, eine Aufklärung der Bevölkerung bezüglich Biokunststoffe voranzutreiben. Befragungen der Salzburger Bevölkerung im Rahmen einer Diplomarbeit zeigten Alarmierendes: die Einheimischen wissen bis dato teils kaum über die Existenz von Biokunststoffen Bescheid.
TV-Beitrag zum Thema:
Konkret: Das Servicemagazin - 10.01.2011